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(c) 2010

Achtklässler erleben WM-Fieber in England

i Montag, 12. Juli 2010 um 18:03 Uhr Alter: 54 Tage
Kategorie: Schulleben

180 Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Acherns auf großer Englandfahrt.

Von: O. Heimer, Montag, 12. Juli 2010 um 18:03 Uhr

Wer glaubte in Deutschland sei die Vorfreude auf die Fußball-WM hoch, konnte sich in England davon überzeugen, dass noch mehr geht. Nicht nur das enorm viele Autos mit weißen Fahnen mit dem roten St. Georgskreuz durch die Straßen kurvten, sämtliche Pubs und viele Häuser waren mit riesigen Fahnen und Postern drapiert. Die Medien berichteten wie in Deutschland ununterbrochen aus Südafrika.

   

Abgesehen von der WM-Vorfreude gab es aber auch weitere Unterschiede zu entdecken: Fahren auf der linken Straßenseite, kleine Häuser, Wasserhähne ohne Mischbatterie und unheimlich freundliche und hilfsbereite Menschen. In diesem Jahr hatten sich 180 Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen kurz nach den Pfingstferien aufgemacht, das Land des Schulbuches einmal hautnah zu erleben.

   

Von Zeebrügge in Belgien wurde mit einem großen Fährschiff nach Nordengland über Nacht übergesetzt. Die Fahrt auf dem großen Dampfer erinnerte mit seinen Kabinen, Restaurants, dem Kino, Geschäften und Bars eher an ein Kreuzfahrtschiff als an eine konventionelle Fähre, so dass am nächsten Morgen das eigentliche Ziel der Fahrt, Nordengland, erholt erreicht wurde.

   

Hier teilte sich die Gruppe. Zwei Busse fuhren ins nahe York, für zwei weitere Busse ging es noch drei Stunden Richtung Westen nach Chester. In den folgenden Tagen wurde ein interessantes und informatives Besuchsprogramm absolviert. So wurde in York unter anderem das weltgrößte Eisenbahnmuseum, Castle Howard und die Industriestädte Bradford und Leeds besucht. Im Mittelpunkt stand natürlich die mittelalterliche York selber mit seinem weltbekannten York Minster.

    

In Chester wurden die Großstädte Liverpool und Manchester erkundet und eine Fahrt durch das nahe Nordwales unternommen. In Caernarfon konnte sich die Schüler selber davon überzeugen, dass dort noch walisisch auf den Straßen gesprochen wird.  Höhepunkt war dann die fünfstündige Wanderung durch das Snowdon-Gebirge entlang von steilen Berghängen und entlegenen Seen – auch wenn einige Schülerinnen und Schüler dies vielleicht erst wertschätzen, nachdem sie zu Hause die Füße hochlegen und die Fotos der atemberaubenden Landschaft betrachten konnten. 

   

Untergebracht waren die Gymnasiasten in Gastfamilien, in denen kaum jemand ein Wort Deutsch sprach. Eine ganz neue Erfahrung für die Vierzehnjährigen, die endlich einmal ihre sprachlichen Fähigkeiten richtig unter Beweis stellen mussten und dabei auch einige kulturelle Unterschiede feststellten. Darunter war die berüchtigte englische Küche nicht die schlechteste Erfahrung. Einige konnten von Fish and Chips, Crisps und dem nahrhaften English Breakfast mit Eiern, Würstchen und gebratenem Speck nicht genug bekommen.